Der Acker
ist eine nur zum Anbau einer einzelnen Pflanzenart vorgesehene
Fläche, wodurch er in großen Ausmaßen durchaus
eintönig wirken kann. Für andere hat jedoch gerade dies
einen besonderen Reiz. Sein lockeres Erdreich ist für Untersuchungen
gut geeignet. Allerdings ist der Ausflügler auf dem Acker
kein besonders gern gesehener Gast.
Die Ackerwinde
Ein stark wucherndes (ähnlich der Brennessel)
und sehr tief wurzelndes Gewächs, das noch im Herbst beeindruckende
Blüten trägt.
Das Alpenveilchen
Alpenveilchen sind auch in vielen Supermärkten erhältlich.
Wie die anderen Waren stellt man die Pflanze in ihrem Topf auf
das Fließband an der Kasse. Zur Bezahlung genügen wenige
Münzen.
Der Angler
ist ein ruheliebender Ausflügler, dem Jäger
ähnlich.
Die Ameise
Siehe Waldameise
Die Assel
ist ein geselliges Tier, welches in großer Anzahl dunkle
und feuchte Orte, die Unterseite von Steinen und morscher Rinde
bevölkert. Der Anblick des farblich unscheinbaren Chitinpanzers
versetzt uns in vorgeschichtliche Zeiten, als noch Trilobiten
und Ammoniten den Erdball bewohnten. Darunter besitzt die Assel
feine weiße Beinpaare, die dem auf den ersten Blick plump
erscheinenden Tier eine flinke Fortbewegung ermöglichen.
Mit etwas Glück kann man einige weitere ungeahnte Fähigkeiten
der Assel entdecken: Einige Asseln rollen bei Gefahr ihren mehrgliedrigen
Panzer zu einer Kugel, andere lassen sich beim Schwimmen und Tauchen
beobachten.
Das Aquarium
Um den elementaren Fremdkörper eines Wasserwürfels
oder -quaders im luftgefüllten Raum zu formen, muß
das Wasser in einen abgedichteten Behälter aus Glas oder
Kunststoff gefüllt werden, da es sich sonst immer gleichmäßig
zu verteilen und eine horizontale, ebene Oberfläche auszubilden
bestrebt ist. Ist dies vollbracht, können darin aquatische
Lebensformen zum Zwecke intensiver Beobachtung gehalten werden.
Die Zusammenstellung der verschiedenen Tiere und Pflanzen ist
allein dem allmächtigen Besitzer überlassen und kann
nach Belieben verändert werden, so daß unter seinen
Händen immer wieder neue Wasserwelten entstehen. Der einzige
Nachteil im Vergleich zu natürlichen Gewässern bleibt
(wenn dem Biotop nicht ein Großteil des Wohnraums zum Opfer
fallen soll) seine Enge. Es ist zu erwägen, ob nicht die
Konstruktion
mobiler Aquarien in dieser Hinsicht eine Besserung der
Lebensbedingungen bewirken könnte.
Der Austernfischer
ist ein Küstenbewohner. Sein Gesang ruft daher auch in einiger
Entfernung zum Wasser eine eigentümliche
Ahnung von Küstennähe hervor.
Siehe auch Singvogel.
Die Bank
Dem, der seine Kleidung nicht beschmutzen möchte, oder der
das Sitzen im Gras aus Gründen der Form, der Gesundheit,
des Alters oder der Witterung meiden will, stehen in Grünanlagen
Bänke zur Verfügung. Der lange Aufenthalt an der frischen
Luft ermüdet und läßt die Aussicht auf sitzende
Entspannung besonders verlockend erscheinen. Vor der großzügig
breiten, einladenden Sitzfläche stehend, hindern oft nur
die Überreste des letzten Regenschauers am sofortigen bequemen
Niederlassen. Um für solche Fälle gewappnet zu sein,
empfiehlt es sich, stets ein Papiertaschentuch mitzuführen,
mit dem die silbrigen Wasserperlen leicht fortgewischt werden
können. Der Spaziergänger aus Gewohnheit, der mit dem
Problem vertraut ist, verfügt sogar über ein eigens
für diesen Zweck bestimmtes Tuch aus saugfähigem Stoff,
welches das aufgedruckte oder aufgestickte Emblem einer Parkbank
zeigt.
Der Baum 
Als größte natürliche Erhebung in der flachen
Landschaft ist der Baum ein ausgezeichneter Aussichts- oder Beobachtungspunkt.
Zur Beobachtung ist er deshalb besonders gut geeignet, weil man
dort als Beobachter nicht vermutet wird. Er stellt zudem eine
Herausforderung
für den sportlichen Kletterer dar. Eine Baumkrone
vermittelt ein nahezu abgeschlossenes, abgeschiedenes Raumgefühl.
Das Angebot an Früchten hebt diese Pflanzengattung besonders
hervor.
Der blätterbedeckte Waldboden 
beherbergt eine Vielzahl hochinteressanter Organismen. Hier finden
sich im Herbst schmackhafte Pilze.
Der Bogen
siehe Pfeil
und Bogen.
Die Boje
ist an ihrem Einsatzort nur mit einem Wasserfahrzeug oder schwimmend
zu erreichen. (Letztere Methode ist allerdings nicht ungefährlich)
Obwohl sie zur Markierung häufig befahrener Gewässer
Verwendung findet, ist sie nur selten Gegenstand einer näheren,
eingehenden Betrachtung. Ihre Zweckerfüllung besteht in der
Sichtbarkeit aus der Entfernung. Auf diese Art und Weise fristet
sie ein eigenartiges Dasein zwischen Beachtung und Nichtbeachtung.
Auf sogenannten Tonnenhöfen, die sich meist in nächster
Nähe des Hafens befinden, werden die Bojen gelagert und können
dort besehen werden, ohne daß ihr Einsatzort aufgesucht
werden muß. Es existiert eine Vielzahl verschiedener Bojen,
jede von ihnen Element einer dem nicht Eingeweihten rätselhaften
Zeichensprache.
Die Brennessel 
ist eine stark wuchernde Pflanze, die weite Flächen bewachsen
kann. Sie ist ein nahezu sicheres Zeichen für längere
Unberührtheit oder zumindest fehlende kulturelle Nutzung
der Fläche. Eine Berührung mit den samtigen Blättern
der Brennessel erzeugt ein anregendes Kribbeln im betroffenen
Körperteil.
Der Brombeerbusch/ 
das Brombeergestrüpp
stellt ähnlich wie die Brennessel oft ein Hindernis für
den Ausflügler dar. Die Dornen dieser Pflanze können
ihm Kratzwunden zufügen. Die Brombeere dagegen ist eine willkommene
Zwischenmahlzeit.
Der Buchsbaum
Ein Gewächs, das durch seinen feierlichen Geruch aus der
Vielfalt der Pflanzenarten heraussticht.
Häufiges Vorkommen im Park.
Siehe auch Efeu.
Dienstleistungen
Einem Ausflügler, den es zu sozialem Engagement drängt,
bietet sich die Möglichkeit der Ausflugberichterstattung.
Manchem Menschen mangelt es an Zeit oder der notwendigen Gesundheit,
um sich auf Entdeckungsreisen zu begeben. Trotzdem würde
er sich über eine Vermittlung von Landschaftserfahrung freuen.
Was wäre also besser, als der Bericht aus erster Hand, von
jemandem, der gerade erst von draußen hereingekommen ist?
Grassamen und Kletten hängen noch an der Kleidung des Berichterstatters,
er verströmt den Geruch von Erdboden und sonnengebräunter
Haut.
Der Efeu
Diese Pflanze umgibt, ähnlich wie den Buchsbaum, eine erhabene
Aura. Sie wird daher mit Vorliebe zur Begrünung von Gebäuden
im Park und auf dem Friedhof
verwendet.
Der Fluß
Hier kommen, im Gegensatz zum Graben, auch größere
Lebewesen vor. Die Vegetation um den Fluß herum ist besonders
üppig. Dicht am Ufer wachsen Bäume, deren Äste
bis über das Wasser reichen. Dort läßt sich ein
Baumhaus errichten, von welchem aus man bequem in ein Boot steigen
kann. Durch eine Luke im Boden kann das Fließen des Wassers
beobachtet werden. Siehe auch: der
Baum.
Der Friedhof
ähnelt dem Park,
nur daß seine Bestimmung ihm eine gewisse Erhabenheit verleiht.
Meist gibt es hier eine Kapelle, die jedoch für gewöhnlich
verschlossen ist, so daß ihr Innenraum rätselhaft bleibt.
Kirchen dagegen stehen nicht selten tagsüber offen und laden
den Ausflügler ein, eine Weile den ruhigen Ort zu genießen
oder vor Regenschauern Schutz zu suchen.
Nicht alle Besucher haben einen Angehörigen oder Freund,
der auf dem Friedhof begraben liegt. Ist das allerdings der Fall,
so steht es dem-, oder derjenigen frei, das Grab nach Belieben
zu bepflanzen. Friedhöfe gehören also zu den wenigen
Beispielen kollektiv gestalteter öffentlicher Grünanlagen.
Zur Unterstützung der großen Zahl von Laiengärtnern
sind daher auf allen Friedhöfen Wasserspender eingerichtet
worden, an denen Gießkannen gefüllt werden können.
Diese Wasserbecken und Brunnen stehen Gräben
und Tümpeln an Lebensreichtum kaum nach. Sowohl Mücken
als auch manche Fliegenlarven legen ihre Eier hinein, aus denen
Larven schlüpfen; und auf wundersame Weise finden sich auch
Wasserflöhe
und rötlich gefärbtes Gewürm ein. Der Gebrauch
von Schnorchel und Schwimmflosse, wie er bei Tauchgängen
im Meer üblich ist, empfiehlt sich bei der Betrachtung der
Flora und Fauna von Friedhofsbrunnen kaum. Das Schnorcheln im
Brunnen muß auf Passanten befremdlich wirken - wenn es dem
Taucher überhaupt gelingt, sich in das oft recht kleine Becken
zu zwängen.
Natürlich genügt es auch eine Taucherbrille, ein Glas-
oder Kunststoffgefäß unter die Wasseroberfläche
zu halten, doch wird der anspruchsvollere Beobachter eine selbstgefertigte,
seinen Vorstellungen entsprechende Apparatur vorziehen.
Der Gärtner
ist dem Ausflügler wesensverwandt, er ist sozusagen seine
seßhafte Form. Ohne den Gärtner wäre der
Park undenkbar. Obwohl er nur selten dabei zu beobachten
ist, ist der Gärtner die wesentliche geheimnisvolle Kraft,
die dieses wundersame Gebilde am Leben erhält.
Der Graben 
Auch an stark verschmutzten Gräben lassen sich noch spannende
Beobachtungen anstellen. An Lärmwällen
werden Gräben zur Entwässerung ausgehoben, die bei lang
anhaltender Trockenheit kein Wasser mehr führen.
Die Gummistiefel 
Sehr nützlich bei Erkundungen in Graben,
Fluß und Kanal.
Leider wenig atmungsaktives Schuhwerk, das sich nur schlecht zu
rascher Fortbewegung eignet.
Der Hafen/ Der Strand
bieten eine Vielzahl von Vorzügen, wie z.B. Treibgut. Die
Umgebung von Häfen liegt oft brach oder ist verwildert. Es
gibt dort die Ruine,
den Pfad, den
Graben und viele andere. Im Hafen liegende Schiffe
geben ein sehenswertes Bild ab.
Der Hain
ist eine spezielle Waldform, entweder eine kleine oder eine malerisch
anmutende Baumgruppe. Die Ursprünge seiner Besonderheit sind
nicht immer erklärbar.
Das Haus
ist der Stütz- und Ausgangspunkt des Ausflugs. Hier sind
wichtige Gegenstände, die während des Ausflugs gebraucht
werden, aufzubewahren. Es beherbergt allerdings auch auf dem Ausflug
gefundene Stücke, die dort ausgewertet und präsentiert
werden können. Hier findet die Vorbereitung folgender Ausflüge
statt.
Siehe auch: das Zimmer.
Der Jäger
Eine Art des Ausflüglers, die den Anlaß des Ausflugs
hauptsächlich darin sieht, den Bestand der im Außenraum
lebenden größeren Tiere zu dezimieren und so zu kontrollieren.
Der Kanal
Dieses stark befahrene Gewässer ist für gewöhnlich
ärmer an Lebewesen als zum Beispiel der
Fluß. Wird der Kanal jedoch nur noch selten oder
gar nicht mehr von der Schiffahrt genutzt, können sich idyllische
Landschaftsformen entwickeln. Aber auch ein gewöhnlicher
Kanal hat eine besondere Präsenz, die dem des Hafens
ähnelt.
Der Kartograph/Der
Privatkartograph
Der Kartograph erstellt nützliche Orientierungshilfen entweder
auf Geheiß eines Arbeitgebers oder aus eigenem Antrieb heraus.
Die Karte hilft dem Reisenden beim Finden und Erreichen seines
Zielortes. Sie vermittelt übersichtlich einen Eindruck der
landschaftlichen Beschaffenheit. Die genaue Lage wichtiger Orte,
die für gewöhnlich von allgemeinem Interesse sind, ist
darauf verzeichnet, ebenso die Entfernungen zwischen ihnen. Manche
Karten informieren sogar über die Art des Bodens und der
Vegetation. Obwohl sie, wenn es sich nicht um einen Querschnitt
handelt, die Landschaft aus der Vogelperspektive zeigen, können
Karten auch mittels raffinierter Höhenlinien eine Vorstellung
von Bodenerhebungen und -senken erwecken. Der Vergleich unterschiedlicher,
zu verschiedenen Zeitpunkten angefertigter Karten des selben Ortes
kann landschaftliche Veränderungen veranschaulichen. Was
aber ist die Motivation des Privatkartographen? Oft stellt sich
im Handel erhältliches Kartenmaterial als unzureichend heraus.
Die schematisierte Darstellung kann zu wenig detailgenau sein
und vernachlässigt oft auffällige Landmarken zu Gunsten
der Übersichtlichkeit. Einmal angefertigte Aufzeichnungen
helfen dem Kartographen, sich auf folgenden Streifzügen,
die er (vielleicht zur Nachtzeit) durch die selbe Gegend zu unternehmen
gedenkt, zurechtzufinden. Er möchte sich seine Position im
Raum bildlich vor Augen führen, sich selbst beim Durchqueren
der Landschaft von oben betrachten und so eine Bestätigung
seiner tatsächlichen Anwesenheit erhalten. Er imaginiert
sich in die Karte hinein und durchwandert in Gedanken gleichzeitig
die seltsame Welt der Abbildung und die wirkliche Landschaft.
Das selbständige Kartographieren ist eine eingehendere Beschäftigung
mit dem Ort als das einfache Flanieren und ist zu seiner gründlichen
Kenntnis unbedingt notwendig. Es ergänzt sich mit der Landschaftsmalerei,
die auch parallel dazu ausgeführt werden kann.
Der Kormoran
ist auf den ersten Blick ein schmucklos schwarzer Vogel, der
jedoch ein grün irisierendes Gefieder besitzt.
Die Krähe
versammelt sich in großen Schwärmen, gern im Park
oder auf dem Friedhof.
Fliegt ein solcher Schwarm auf (was man durch Händeklatschen
auslösen kann), bilden sich chaotische Konstellationen und
Kompositionen am Himmel. Das Krächzen ist stimmungsvoll.
Lied an die Krähe im Hof
Nebelkrähe
im kahlen Baum,
an einem feuchten Tag.
Nebelkrähe,
lebst vom Dunst,
magst den Winter,
gehörst zum Nieselregen.
Dein Kleid will ich mir stehlen.
Der Lärmwall 
Dort, wo stark befahrene Straßen an Wohngebieten vorbeiführen,
werden Lärmschutzwälle aufgeschüttet. Diese eigenen
sich nicht zu weiterer Bebauung und werden daher begrünt.
Allerdings gibt keine Wege, um ein Begehen der Grünanlagen
zu erleichtern. Es entsteht eine dichte, verwilderte Vegetation.
Der Leuchtturm
Ursprünglich einmal von Wärtern bewohnt, sind die meisten
dieser Türme heute automatisiert. Trotzdem umgibt sie noch
immer eine eigentümliche Ausstrahlung. Ihr Inneres bleibt
für gewöhnlich uneinsehbar, im Betrachter wird Neugierde
geweckt.
Lieblingsorte
werden bevorzugt angesteuert, Schritte gern in ihre Richtung gelenkt.
Ein Lieblingsort kann ein alter Friedhof,
eine Bank am Feldrand
oder die nächstgelegene Grünanlage sein. Der jeweilige
Ort wird fast täglich, mindestens aber einmal in der Woche
besucht. Es stellt sich ein Gefühl der Zugehörigkeit
und Verbundenheit ein. Unter Umständen versucht der Besucher
diesem Verhältnis in einer Hinterlassenschaft oder geringfügigen
Veränderung Ausdruck zu geben. Er ritzt seine Initialen in
das mürbe Holz einer Parkbank oder in die Rinde eines Baumes,
errichtet sogar einen Aussichtsturm, auf dem er laue Abende verbringt.
Die Liebe zum Lieblingsort kann so weit gehen, daß der Wunsch
entsteht, dort begraben zu werden. So kann es kommen, daß
ein Spaziergänger im Wald unverhofft auf ein Mausoleum stößt.
Im dichten Unterholz entdeckt er zwischen verwilderten Buchsbaumhecken
und Wachholdersträuchen ein paar bemooste Steine. Womöglich
ruft im selben Moment ein Pirol von einem nahen Baum.
Auch die Bewohner trister Vorstädte finden ihren Lieblingsort
auf einer schmalen, unbebauten Parzelle, die sie auf Trampelpfaden
durchqueren, oder auf einer Anhöhe am Rande des Industriegebiets,
von der aus sie das nachts hell erleuchtete Häusermeer der
Stadt überblicken.
Der Maulwurf
bewohnt die Grasfläche. Er untergräbt diese mit einem
weitverzweigtem Tunnelsystem. Welcher Ausflügler hat sich
noch nicht gewünscht, einmal auf die Größe des
Maulwurfs schrumpfen zu dürfen, um sein unterirdisches Reich
zu erkunden? Tragisch ist an diesem Gedanken, daß der Maulwurf
selbst bekannterweise nahezu blind ist, und daher nie in den Genuß
einer visuellen Erschließung kommen kann. Bemerkenswert
an diesem Tier ist auch, daß es vom Gärtner
wenig geschätzt wird.
Müllkippe
Wiederbegrünte, ehemalige Müllhalden sind Raum für
interessante Entdeckungen.
Museen auf kleinem Raum
Insofern er über die räumlichen Kapazitäten verfügen
kann, und sein Lebenswandel ihm eine gewisse Seßhaftigkeit
erlaubt, richtet der Ausflügler einen Schauraum ein, in dem
Fundstücke und spezielle Geräte, die er während
seiner Exkursionen gebraucht, zu bewundern sind. So läßt
er zahlreiche Besucher an seinen Abenteuern teilhaben. Es bereitet
dem selbsternannten Museumsdirektor große Genugtuung, die
Sammlung wachsen zu sehen. Ohne zu klagen versenkt er sich an
Winterabenden in das eintönige Abstauben der Exponate.
Musik und Gesang
Schon immer hat die Gelegenheit des Ausflugs Anlaß zur
Komposition von Liedern oder sogar ganzen Symphonien gegeben.
Mit der Erweiterung des Musikbegriffes wie auch der Hinwendung
zur elektronischen Musik ist das einfache Wanderlied etwas in
Vergessenheit geraten. Das zeitgemäße Wanderlied kann
natürlich auch an diese neuen Formen angelehnt sein, allerdings
möchte ich persönlich dabei einige Einschränkungen
vornehmen. Das Mitführen von Ausrüstungsgegenständen
zur Generierung elektronischer Musik erscheint mir auf längeren
Ausflügen hinderlich. Es würde der dem Wanderlied eigenen
spontanen Vortragsweise widersprechen. Daher empfehle ich, das
Wanderlied für (mehrstimmigen) Gesang und/ oder handliche
akustische (gerne improvisierte) Instrumente zu konzipieren. Textlich
bietet sich eine Vielzahl von Möglichkeiten. Auch kann der
Text das Wanderlied als ein solches kennzeichnen. Ich führe
hier ein Beispiel für einen Liedtext an:
Ein einfaches Lied über den Stock
Ein Stock ist nützlich
als Stab.
Vom Baum abbrechen oder finden.
Ein Stock ist nützlich
beim Gehen.
Der
Nachtwandlerpark
An einem lauen Abend kann es den Ausflügler
reizen, einen Nachtspaziergang im Park
zu unternehmen. Dort jedoch ist zu dieser Zeit niemand, und ihn
schaudert vielleicht bei dem Gedanken, einsam im Dunkeln zu wandeln.
Er wünscht sich einen Park, der den besonderen Ansprüchen
der nächtlichen Besucher gerecht wird. Hier wäre der
ideale Ort, um Schlaflose und Somnambule der Stadt zu versammeln. Die Bepflanzung und die Zusammensetzung der im Park angesiedelten
Tierwelt sind einer nächtlichen Nutzung angepaßt. Es
wachsen dort viele nachts blühende Pflanzen; Nachtschwalben,
Nachtfalter, Nachtigallen, Eulen und Grillen bevölkern die
Grünanlage.
In manchen Bäumen hängen Laternen, die ein dezentes Licht werfen.
Der Park
Wie von übernatürlicher Hand angeordnet,
sind hier verschiedene Pflanzen und Wege zu einer harmonischen
Einheit zusammengefaßt. Obwohl er von manchen Ausflüglern
als zu kultiviert verschmäht wird, hat er doch häufig
ein vielen unbewußtes Innenleben, in dem sich z.B. der Pfad
und die Ruine
finden. Siehe auch: Der
Gärtner und Der Nachtwandlerpark
Der Pfad
ist häufig die einzige oder wenigstens die komfortablere
Möglichkeit der Begehung von Brennesselfeldern
und Brombeergestrüpp.
Er ist der ermutigende Beweis dafür, daß der Ausflügler
nicht der einzige seiner Art ist. Dieser fragt sich, wer vor ihm
auf dem Pfad gegangen sein mag.
Pfeil und Bogen 
Wenn auch ein selbst hergestellter Bogen selten zum Erlegen von
Beutetieren taugt, fühlt sich doch der Träger in andere
Zeiten versetzt. Er erahnt die Bedeutung, die der Besitz des Bogens
einmal gehabt haben mag.
Der Rasenmäher 
Der Klang der Radenmäher ist zur Sommerzeit weithin zu vernehmen.
Der Rasenmähende liebt den Anblick (und auch den Duft) kurzgeschnittenen
Rasens. Er opfert viele Stunden sonniger Nachmittage, erträgt
das Mißtönen des Rasenmähermotors und betreibt
großen Arbeitsaufwand um in den Genuß dieses Anblicks
zu kommen.
Der Reiher
jagt an Fluß, Kanal
und Graben. Seine Art
auf Beute zu lauern, ist von ansteckender Spannung geladen. Sein
Flug ist zweifellos majestätisch zu nennen.
Die Ruine
(alte Scheune/ Hof/ Hütte)
steht in vernachlässigtem, selten frequentiertem Gelände.
Sie beherbergt mitunter ungeahnte Schätze für den Ausflügler.
Daher wird die Ruine, obwohl das Betreten meist nicht ungefährlich
ist, gerne von ihm aufgesucht.
Der Schmetterling
Schmetterlinge werden wegen ihrer Färbung geschätzt.
Der Schmetterling ist in Mustervielfalt und Farbenpracht der verhältnismäßig
großflächigen Flügel unübertroffen. Es verwundert
die im Tierreich einzigartige Qualität des Farbauftrags,
des feinen Farbstaubs, dessen Haften an den durchsichtig dünnen
Flügelflächen geradezu unmöglich erscheint. Schon
eine behutsame Berührung führt zur Zerstörung des
Flügels. Neben der gleich augenfälligen Farbintensität
muß unbedingt auch die beispielhafte Leichtigkeit des Schmetterlings
erwähnt werden. Zwar gibt es ohne Frage tausende meßbar
leichterer Spezies, doch ist Leichtigkeit nirgends so offensichtlich
und anschaulich verkörpert wie im Schmetterling. Seinem schmächtigen
Körper verleiht nur der pelzige Körper ein wenig Volumen,
und ein gelandeter Falter scheint die jeweilige Fläche mit
den haarfeinen Beinen kaum zu berühren. Es entsteht der Eindruck,
der Schmetterling könne seinen taumelnden Flug nicht gänzlich
selber steuern. Die Flügel bieten so viel Angriffsfläche,
daß ihn schon eine leichte Brise aus der Bahn werfen kann.
Muß sich nun der Gärtner aus den hier genannten Gründen
veranlaßt sehen, um seine Schützlinge besorgt zu sein?
Könnte ein Zusammenhang zwischen den beschriebenen Phänomenen
und einer möglichen Unterernährung des Schmetterlings
bestehen? Schrumpfende Bestände blühender Pflanzen sprächen
dafür. Der Gärtner erkennt als Konsequenz die Notwendigkeit
einer Kontrolle der Schmetterlingsbestände. In Form der Schmetterlingswaage
ist ihm endlich ein brauchbares Instrument zur vergleichenden
Überprüfung des Schmetterlingsgewichts in die Hand gegeben.
Die Schwalbenbeobachtung
Zur Schwalbenbeobachtung empfiehlt sich ein Zimmer mit Fenster,
welches eine möglichst ungehinderte Aussicht auf Himmel und
Schwalben erlaubt. Die Schwalben sollten nicht zu tief, sondern
möglichst hoch über den Häusern fliegen. Dramatische
Wolkenformationen können bei der Beobachtung ablenkend wirken.
Die Position im Zimmer sei so einzunehmen, daß sich der
Anblick auf die wesentlichen Gegenstände der Betrachtung,
nämlich die Schwalben, beschränkt. Dabei erweist sich
unter Umständen eine liegende Position (aufgrund des tiefen
Blickwinkels) als vorteilhaft. (Natürlich sprechen auch Gründe
der Bequemlichkeit dafür.) Fraglich bleibt, ob die Verwendung
eines Fernglases angemessen ist. Die Schwalben fliegen zu schnell,
als daß man ihnen damit folgen könnte. Es genügt,
mit dem bloßen Auge ihre schwungvollen Bahnen nachzuziehen
und darüber zu staunen, daß es nie zu einem Zusammenstoß
kommt.
Das Schwimmen im See
Der Schwimmer verbindet die Vorzüge sportlicher Betätigung
mit willkommener Abkühlung an warmen Sommertagen. Mit gleichmäßigen
Zügen gleitet er durch das Wasser und zieht einen langen
Schweif krauser Wellen hinter sich her. Abwechselnd untertauchend
und an der Luft Atem holend, pendelt er zwischen Unterwasserwelt
und der unsrigen. Er ist berauscht vom steten Rhythmus und den
unscharfen Eindrücken aus der grünen Tiefe, deren Ausdehnung
er nicht ermessen kann. Als Rückenschwimmer nimmt er den
Horizont als gekrümmte Begrenzung des über ihm gewölbten
Firmaments wahr, in das nur die Kronen der am Ufer wachsenden
Pappeln ragen.
Der Singvogel
vermag durch seinen Gesang jeder Szenerie einen besonderen Reiz
zu verleihen. Dem Ausflügler in der städtischen Umgebung
sei geraten, zur Nachtzeit aufzubrechen, da dann der Geräuschpegel
niedrig ist, so daß gezielt einzelne Exemplare belauscht
werden können, die z.B. in den frühen Morgenstunden
im Kanon der Vogelstimmen untergingen.
Der Starkstrommast
ist eine weithin sichtbare Landmarke. Wenn der Mast nicht in
der Nähe einer lauten Geräuschquelle steht, gibt er
einen gut hörbaren Summ- oder Brummton von sich.
Die Straße
Für den radfahrenden Ausflügler ist diese Einrichtung
von großem Nutzen. An und auf den Straßen macht er
wertvolle Funde.
Der Teich
befindet sich meist in Park,
Wald, Hain
oder auf dem Friedhof.
Unter seiner Oberfläche wimmelt es von Leben. Manche Teiche
sind durch eine versteckte Lage besonders reizvoll.
Der verwilderte Garten
Unverpachtete Schrebergärten und ähnliche Gartenanlagen
sind oft Anlaß für die Entstehung von Gerüchten
und Geschichten. Hier finden sich der Baum,
der Singvogel,
oft auch die
Ruine, der Pfad,
der Teich und andere.
Die Waldameise
Von allen Seiten ist ein feines Knistern am Waldboden zu vernehmen
und verrät die Anwesenheit der Waldameisen. Wir lauschen
den Schritten unzähliger zarter Beine im welken Laub. Der
Ameisenhaufen, die mächtige Behausung der Ameisen, sucht
als Beispiel unermüdlichen Fleißes in der Tierwelt
ihres gleichen.
Nach dem Bad im See, unter den schattigen Uferbäumen, sollten
Badende sich vorsehen, beim Ankleiden keine Ameisen in ihrer Unterwäsche
gefangenzunehmen, da diese sich mit ihren kräftigen Mundwerkzeugen
zur Wehr zu setzen pflegen.
Lied für den Badenden am See
Badender im Waldsee!
Gedenke, wenn du dem Bad entsteigst,
Wasserperlen über das welke Laub versprengend,
dich abtrocknend, ankleidend,
der am Boden wimmelnden Waldameisen,
die, zwischen Haut und Kleidung geraten,
schmerzhaft beißend sich verzweifelt wehren.
Der Waldsauerklee
wächst auf Waldboden. Er ähnelt dem gewöhnlichen
Klee, ist aber von etwas kräftigerem Wuchs und von ausgezeichnetem,
säuerlichen Geschmack.
Der Wasserfloh
Das Leben des Wasserflohs ist ein einziges Hüpfen. Zwanghaft
zuckend bewegt sich der Floh durch seinen Lebensraum. Kaum ein
Gewässer ist ihm zu öde, trübe oder eng. In Gesellschaft
unzähliger Artgenossen fristet er ein ruheloses, zielloses
Dasein.
Die Wasserschnecke
Wasserschnecken scheint die Fortbewegung leichter zu fallen, als
ihren Verwandten auf dem Lande, die mühsam im eigenen Schleim
kriechen müssen. Mit Leichtigkeit gleiten sie über Wasserpflanzen,
Steine und durch schwarzen Schlamm.
Die Windkraftanlage
Ähnlich wie der Starkstrommast ist die Windkraftanlage schon
von weitem sichtbar. Auch sie gibt leise sausende, summende Töne
von sich.
Das Zimmer
(ein im Zimmer zugebrachter Tag)
An einem im Zimmer zugebrachten Tag finden Ausflüge nur vor
dem geistigen Auge statt. Die Sicht aus dem Fenster erlaubt lediglich
eine Betrachtung der in unmittelbarer Nähe liegenden Stadtlandschaft
aus einiger Entfernung. In Gedanken jedoch können Kieswege
auf dem Zweirad befahren und Brachwiesen durchstreift werden.
Die einzelnen Elemente dieser Visionen sind aus Erinnerungen an
vergangene Unternehmungen entlehnt und ergeben neu kombiniert
und leicht abgeändert bisher ungesehene Landschaften.
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